Manchmal gibt es diese Tage, an denen man sofort merkt: Das Thema ist ein Anliegen und trifft ins Herz und bleibt im Kopf. Genau so war es beim „Tag der Wildkatze“ im Lungau: Rund 69 Teilnehmende (13–18 Jahre) kamen zusammen, um einen Tag lang in die Welt der Europäischen Wildkatze einzutauchen mit Neugier, Begeisterung und richtig viel Energie.
Schon beim Einstieg wurde es spannend: „Ist das wirklich eine Wildkatze – oder eine getigerte Hauskatze?“ Diese Frage zog sich wie ein roter Faden durch den Tag. Denn genau das ist die Herausforderung beim Wildkatzenschutz: Wildkatzen sind scheu, man sieht sie kaum – und trotzdem sind sie ein wichtiger Teil unserer Wälder. Wir starteten mit Grundlagen zur Wildkatze (Biologie, Lebensweise, Erkennungsmerkmale) und landeten sehr schnell bei den großen Fragen:
- Was brauchen Wildkatzen in einem Wald?
- Warum sind Korridore so wichtig?
- Wie gefährlich sind Straßen und Zerschneidung?
- Warum ist Hybridisierung mit Hauskatzen ein Thema?
Das Besondere: Das Material wurde nicht nur „verwendet“, sondern gelebt.
Mit ActivityKitty, dem Unterrichtskonzept, den Arbeitsblättern und dem Wildkatzen-Memory wurde der Workshop zu einem echten Mitmach-Tag – nicht zu einem Frontalvortrag. Ein Highlight war, dass viele Gruppen das Memory nicht einfach nur spielten, sondern es teilweise selbst zusammenstellten und dabei sofort begannen, eigene Fragen zu ergänzen. Und dann kam der Moment, der uns jedes Mal freut:
Die Jugendlichen entwickelten eigene „Wildkatzen-Interviews“.
In Teams überlegten sie, was sie eine Wildkatze fragen würden – und beantworteten die Fragen anschließend selbst, basierend auf dem, was sie gerade gelernt hatten. Da wurden plötzlich aus Fakten echte Geschichten:
- „Wie findest du nachts deine Beute?“
- „Warum brauchst du Ruhe?“
- „Was würdest du Menschen sagen, wenn du könntest?“
So wurde aus Wissen Empathie und aus Empathie Motivation.
Drinnen & draußen – und genau das war Gold wert
Auch an diesem Tag zeigte sich, was Lehrkräfte und Gruppenleitende besonders schätzen: Das Workshopkonzept funktioniert flexibel – draußen im Gelände genauso wie drinnen im Raum. Gerade bei großen Gruppen ist das entscheidend: ein Teil arbeitet an Stationen, ein Teil im Aktivbereich, ein Teil mit Material – und alles bleibt strukturiert. Genau das war auch hier möglich, weil die Bausteine modular aufgebaut sind.
Warum dieser Tag so wertvoll war
Der „Tag der Wildkatze“ ist im Projekt „Wald–Wildkatze–Wiederkehr“ als Maßnahme der Umweltbildung vorgesehen – und wurde hier absolut projektkonform umgesetzt: interaktiv, verständlich, handlungsorientiert.
Und durch die internationale Zusammensetzung war die Reichweite sogar noch größer: Was hier gelernt wurde, wird weitergetragen – in Schulen, Jugendgruppen und in viele Länder hinein.
Du willst den Workshop auch machen?
Alle Materialien, die an diesem Tag so gut funktioniert haben – ActivityKitty, Unterrichtskonzept, Memory und Arbeitsblätter – stehen als Download bereit.
-> Hol dir das Paket auf wildkatze.online und setz den Wildkatzen-Tag in deiner Schule oder Jugendgruppe um!
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